1.10.2015

Am 1. Januar 2011 trat das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG) in Kraft. Es wurde eingeführt, um die stark steigenden Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenkassen einzudämmen. Mit dem Gesetz sollte der Weg für fairen Wettbewerb und eine stärkere Orientierung am Wohl der Patienten freigemacht werden,  so das Bundesministerium für Gesundheit.

Die Hersteller müssen seit 2011 für Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen sofort bei der Markteinführung Nachweise über den Zusatznutzen für die Patientinnen und Patienten vorlegen. Zwei neuen Medikamente wurden kein Zusatznutzen attestiert, Retigabin und Perampanel. Auf den individuell sehr wohl bestehenden Zusatznutzen wurde bei dem Verfahren nicht eingegangen. Zulassungsstudien nach internationalem Standard forden den Vergleich zu Placebo, nicht den Vergleich zu anderen Substanzen.
Ein informativer Zeitungsartikel der Süddeutschen Zeitung zeigt die Problematik bei Epilepsie-Medikamenten auf.

Artikel Süddeutsche

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